$ reisekosten

Vor Ort arbeiten.Was das kostet.

Mein Stundensatz ist vor Ort derselbe wie remote. Hinzu kommt ausschließlich das, was durch den Einsatzort entsteht — nicht mehr und nicht weniger.

Kurzfassung

Stundensatz
Vor Ort wie remote. Kein Onsite-Aufschlag.
Reisezeit
Nur die nicht nutzbare Zeit, zum normalen Stundensatz. Sätze siehe Tabelle.
Fahrt
Bahn 2. Klasse inkl. Zubringer, nach Beleg, ohne Aufschlag. Auto 10 Cent je Kilometer, Tür zu Tür.
Übernachtung
Nach Beleg, höchstens ein vergleichbares Mittelklassehotel derselben Nacht.
Verpflegung
Berechne ich nicht.
Absage
Entstehen Stornokosten, stelle ich sie nach Beleg in Rechnung.

Reisezeit

Abschnitt nicht nutzbar
Bahn bevorzugt50 %
Auto100 %

Grundlage ist die schnellste zumutbare Verbindung zur planmäßigen Fahrtzeit. Verspätungen gehen zu meinen Lasten.

Im Detail

Eine Pauschale ist bequem — und intransparent. Was eine Reise tatsächlich kostet, hängt am Ort, am Zeitraum, am Vorlauf und an der Saison: eine Messewoche, Ferien oder eine Buchung von heute auf morgen verschieben den Preis um ein Vielfaches. Eine feste Zahl trifft deshalb fast nie. Mal zahlt ihr zu viel, mal bleibe ich darauf sitzen — und nachrechnen kann es in beiden Fällen niemand.

Mir ist das Gegenteil lieber: jede Position einzeln, nach Beleg, mit offengelegter Herleitung. So wird niemand bevorzugt und niemand benachteiligt.

01Ein Stundensatz für alles

Vor Ort gilt derselbe Stundensatz wie remote. Es gibt keinen Onsite-Aufschlag.

Warum: Meine Arbeit ist vor Ort dieselbe wie remote — gleiche Vorbereitung, gleicher Kopf, gleiches Ergebnis. Der Ort ändert nichts an der Leistung, also ändert er auch nichts am Satz.

Und ein Aufschlag wäre intransparent. Er würde die Reise still in den Stundensatz einrechnen; sie steckte dann in einer Zahl, die niemand mehr aufschlüsseln kann. Was die Anreise kostet, steht deshalb als eigene, nachprüfbare Position auf der Rechnung.

Der praktische Nebeneffekt: Ihr seht dieselbe Zahl wie sonst und müsst über keine zweite verhandeln.

02Reisezeit: nur die nicht nutzbare

Auf der Fernstrecke in der Bahn kann ich arbeiten. Für einen anderen Kunden, für meine eigenen Produkte, für die Buchhaltung. Entscheidend ist: Diese Zeit ist mir nicht verloren gegangen. Also berechne ich sie euch nicht.

Daraus ergeben sich zwei Sätze — einer je Verkehrsmittel, für die ganze Reise. Die 50 % für die Bahn beschreiben die Mischung aus nutzbarer Fernstrecke und den Abschnitten drumherum, in denen ich nicht anderweitig arbeiten kann:

Abschnitt nicht nutzbar weshalb
Bahn bevorzugt 50 % die Fernstrecke ist nutzbar, Zubringer, Umstiege und Wege vor Ort nicht
Auto 100 % am Steuer geht nichts, auch nicht mit Freisprecheinrichtung

03Fahrtkosten

Bahn

Grundlage sind die Fahrtkosten für ein Ticket der 2. Klasse, dazu Zubringer, wo nötig. Transparenz ist mir wichtig: Belege lege ich auf Wunsch jederzeit vor.

Sparpreis, wo buchbar. Flexpreis nur, wenn die Anfrage kurzfristig kommt oder der Termin noch wackelt.

Höhere Klasse zahle ich selbst. Sie rechnet sich für mich ohnehin: mehr Ruhe heißt mehr nutzbare Reisezeit, und genau die ist der Teil, den ich euch nicht berechne. Der Aufpreis ist meine Investition in meine eigene Produktivität und hat auf eurer Rechnung nichts verloren.

Auto

Ich fahre mit meinem privaten Pkw. Berechnet werden 10 Cent je Kilometer, von Tür zu Tür, Hinreise wie Rückreise. Ist der Wagen einmal nicht verfügbar, trage ich den Ersatz selbst.

04Übernachtung: Referenzhotel derselben Nacht

Abgerechnet wird nach Beleg, höchstens jedoch der Preis eines vergleichbaren Mittelklassehotels in derselben Nacht am selben Ort.

Warum nicht einfach ein fester Höchstbetrag? Weil Hotelpreise nach oben unbegrenzt und nach unten bei null gedeckelt sind. Eine Messewoche kostet das Dreifache des üblichen Preises, aber keine Nebensaison kostet ein Drittel.

Warum überhaupt ein Deckel? Ich komme zum Arbeiten, nicht um Urlaub zu machen. Entscheide ich mich unterwegs doch für Letzteres, ist das meine Entscheidung — und soll euch nicht zur Last fallen.

Die Referenzhotel-Regel löst beides: Sie folgt der Saison mit, und ich trage exakt die Differenz zwischen dem, was üblich gewesen wäre, und dem, was ich mir selbst ausgesucht habe.

05Verpflegung wird nicht berechnet

Warum: Essen muss ich zu Hause auch. Der Mehraufwand ist real, aber zu klein, um dafür auf beiden Seiten Belege zu sortieren.

06Absage

Sagt ihr einen Termin ab, stelle ich euch die Kosten in Rechnung, die dadurch tatsächlich verfallen sind — nicht mehr erstattungsfähige Tickets, nicht mehr kostenfrei stornierbare Hotelbuchungen, nach Beleg. Mehr nicht: keine Staffel, keine Ausfallstunden, keine Pauschale.

Warum: Die Stornokosten gibt es nur, weil der Termin vor Ort geplant war. Der frei gewordene Tag dagegen ist mein Risiko. Ihn wieder zu füllen ist mein Geschäft, nicht eures.

Je früher die Absage kommt, desto mehr lässt sich in aller Regel noch kostenfrei stornieren — eine frühe Nachricht ist deshalb für uns beide die günstigste.

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